Es ist Sonntagabend und die spärlichen Straßenlichter rauschen an meinen Augen vorbei. Es ist gut möglich, dass diese gar nichts dergleichen vollziehen und nur der Gedankenwust in meinem Kopf dieses Gefühl erzeugt. Es ist auch denkbar, dass die (er)drückende Hitze diese Form der Wahrnehmung unterstreicht. Überall Haut, trockene Schwüle, Fetzen von südamerikanischer Rapmusik! Ein Mädchen tritt selbstbewußt mit einer großen Umhängetasche auf die Straße, die die Aufschrift MIAMI in unübersehbaren Buchstaben trägt, was aber nur die Tasche noch größer erscheinen lässt und der Trägerin kein Selbstbewußtschein spendet. Mitten auf der Kreuzung steht ein Feuerschlucker, der seine Darbietung während der (kurzen) Rotphase hinrotzt. Die Luft suhlt sich in den tiefen Blicken derer, die ihre Seele hergeben, nur um Irgendetwas zu erhalten. Hunger, animalische Gelüste, dazwischen absurd wirkender Reichtum und grenzenlose Anbiederung bestimmen die Szenarie. Das Leben ist eben keine Orange! Ein Abhängiger kommt aus den farvelas geklettert und hockt sich wenige Meter bevor ich auf seiner Höhe bin an den Straßenrand, zieht seine Hose herunter und scheißt hemmungslos an den Wegesrand. Rüdes, würdeloses Verhalten ist insbesondere in den hoffnungslosen Ecken an der Tagesordnung. Ich erinnere mich an die Morgenstunden einer Novembernacht, wo ich von einem Abhang in das dreckige Arschloch der Armut blicke. Als ich meinen Empfindungen freien Lauf lasse und mich auf den Rand des Abgrundes setze, werden die nicht weit entfernt stehenden Polizisten nervös und kommen mit ihren Gewehren auf mich zu. Ich schaue Ihnen entgegen, bleibe sitzen und kotze wenig später den Abgrund hinunter. Die Sterne sagen dazu nichts. Die Haut in der ich wohne ist gekennzeichnet von Abschürfungen und gelblich-braunen Jodrückständen, um Infektionen zu verhindern. Ich bin gekommen, um zu bleiben und ich werde gehen, weil ich bleibe.
Dienstag, 24. Januar 2012
Freitag, 20. Januar 2012
Dienstag, 17. Januar 2012
Montag, 16. Januar 2012
Vermissten-Anzeige II
Security-Transponder für Online-Account (wtf)
T-Shirt + Tropenhemd (dafür hatte ich andere [nutzlose] Wäsche zurückbekommen)
Haare auf meinem Kopf
streckenweise Haut an meinem Körper
streckenweise Haut an meinem Körper
Samstag, 14. Januar 2012
Donnerstag, 12. Januar 2012
Dienstag, 10. Januar 2012
Monster am Flop
Selten, aber Wa(h)rzenschwein - mal wieder etwas content *gähn* auf dem Blog. Welche Boardstrukturen auf dem Flop auf keinen Fall slow gespielt werden sollten, lasse ich jetzt außen vor und konzentriere mich nur auf die Kriterien für 'sinnvolles' slow play. Grundvoraussetzung ist, dass der Pot klein ist und die Hand von HERO (fast) unschlagbar, woraus sich ergibt, dass auf Action der/die Gegner sofort den fold-Button finden würde(n). Der Gegenspieler darf also die Möglichkeit erhalten, sich auf die zweitbeste Hand zu verbessern, damit man selbst noch auf Auszahlung hoffen darf ...
Montag, 9. Januar 2012
Sonntag, 8. Januar 2012
Thinking about ...
... a lot of things! Die Woche bin ich insgesamt ganz gut voran gekommen, was sich insbesondere beim Abarbeiten von Artikeln und dem Ausbau meiner Spanisch-Kenntnisse bemerkbar gemacht hat. Auch weitere lokale soziale Kontakte konnte ich knüpfen, sodass ich mich gestern auf einer Familienfeier (ich vermute Kindergeburtstag) wiederfand und dort kräftig beim Essen zugelangt habe. Der Kuchen war vom Allerfeinsten und die Bäckerin (und ihr Gatte) haben ihren Humor nicht verloren - trotz einer gewaltigen Gewichtszunahme - der vielen Süßigkeiten wegen ... In den Tagesstunden ist zur Zeit (insbesondere) in der Sonne kaum längerer Aufenthalt möglich. Da ich ja innerhalb der nächsten 90 Tage meinen Aufenthalt hier kurzzeitig unterbrechen muss, plane ich diesmal eventuell Bolivien anzusteuern. Die Busfahrten dort sind (noch) abenteuerlicher, aber an kritischen Passagen müssen die Fahrgäste den Bus verlassen - Busfahrer scheint einer der gefährlicheren Berufe in Bolivien zu sein ...
Samstag, 7. Januar 2012
Donnerstag, 5. Januar 2012
Samstag, 31. Dezember 2011
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Next level
Nach einiges über tausend Kilometern in zwei Tagen in
unzähligen Bussen, zum Teil ans unerträgliche grenzende Hitze
und einer Nacht im insektenarmen, aber europäisch wirkenden (und
zudem recht teuren) Argentinien bin ich soeben erschöpft wieder in
Asu angekommen und werde die erste legale Nacht in Py verbringen!
unzähligen Bussen, zum Teil ans unerträgliche grenzende Hitze
und einer Nacht im insektenarmen, aber europäisch wirkenden (und
zudem recht teuren) Argentinien bin ich soeben erschöpft wieder in
Asu angekommen und werde die erste legale Nacht in Py verbringen!
Dienstag, 27. Dezember 2011
Freitag, 23. Dezember 2011
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Dienstag, 6. Dezember 2011
Samstag, 3. Dezember 2011
Das einundzwanzigste Jahrhundert
Die Armen sterben und die Reichen leben nicht.
Es ist mühsam darüber nachzudenken,
wieso es so gekommen ist - es ist wie es ist!
Denkaufgabe: Ist es stehlen, wenn es schon gestohlen wurde?
Freitag, 2. Dezember 2011
Religion
Es gibt zwei Wege durchs Leben: den Weg der Natur und den Weg der Gnade.
Man muss sich entscheiden, welchen man geht!
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